Alternativen für Rennradfahrer: 7 Sportarten für den Winter ❄

Im Winter haben wir Radfahrer es oft nicht leicht: Der Schneematsch geht irgendwann nicht mehr weg von den Straßen, die Temperaturen tragen ein dickes, fettes Minus vor sich her und wer nicht gerade Mountainbiker oder Cyclocrosser ist, der hat mit seinem Rennrad in manchen Regionen keine Chance mehr, draußen zu trainieren, ohne kalte Füße beim Radfahren zu bekommen.

Klar, dann kann man sich die Zeit mit Radsportfilmen oder Radsportbüchern vertreiben – aber so ganz ohne Sport geht’s ja dann doch nicht. Die gute Nachricht ist: Es hat viele Vorteile, gerade über den Winter auch andere Sportarten auszuprobieren. Schließlich will auch der Oberkörper mal gefordert werden und wer athletisch rundum stabil in die Saison startet, hat auch auf dem Rennrad einen Vorteil. Und nein, Spinning ist nicht wirklich alternativ – schließlich ist das ja quasi auch Radfahren, nur eben auf der Stelle. 😉

 

Laufen als Alternativsport für Rennradfahrer?

Viele gehen im Winter laufen – ist ja auch ganz einfach, Laufschuhe an und los. Das ist zwar besser als nichts, aber um sich auch obenrum mal richtig zu fordern, dazu eignen sich andere Sportarten besser. Hier gibt’s ein paar Ideen für Dein Alternativtraining im Winter:

 

1. Yoga oder Pilates

Wer denkt, Yoga sei was nur was für gelangweilte Hausfrauen – der darf sich gern mal in einer Probestunde den Muskelkater seines Lebens abholen. Hier wird der ganze Körper gefordert und Du wirst Muskeln spüren, von denen Du nicht einmal wusstest, dass es sie gibt. Noch ein Vorteil, gerade für uns hüftbeugerverkürzte Radfahrer: Yoga und Pilates machen beweglich! Also los, lass die Muckis leiden auf der Matte 🙂

 

Alternativ Training Rennrad Winter

2. Bouldern und Klettern

Seit etwas über einem Jahr hab ich das Klettern und Klettersteige als Zweit-Leidenschaft neben dem Radsport entdeckt und bin diese Saison deutlich stabiler im Oberkörper beim Rennradfahren. Es ist völlig faszinierend, wie schnell man beim Klettern Fortschritte macht und Kraft aufbaut. Für den Anfang eignet sich Bouldern super für Klettereinsteiger – das ist Klettern ohne Sicherung, dafür nur bis zu einer Höhe von etwa drei Metern und mit gepolstertem Boden. So kann nicht viel passieren, auch wenn man sich mal überschätzt und einen Abflug macht. Wen die Leidenschaft packt, der kann sich dann ans richtige Klettern wagen, also mit Sicherung durch einen Partner und so hoch Du willst. Dafür sollte dann aber ein professioneller Kletterkurs her, damit beim Sichern nichts schief geht.


Voll motiviert? Mehr Tipps für Rennradfahrer!


3. Fitness Studio

Der Klassiker. Das Fitnessstudio hat mich persönlich noch nie so wirklich angezogen – aber ich muss es halt zugeben: Nirgendwo kann so gezielt einzelne Muskeln ansprechen wie hier. Immer vorausgesetzt, man führt die Übungen richtig durch. Und das ist gar nicht so einfach, wie es aussieht. Für Kraftsportanfänger empfehle ich zunächst eine Betreuung durch einen geschulten Trainer. Sonst macht man im Zweifel mehr kaputt als man auftrainiert. Kraftsport heißt übrigens nicht, dass man nach dem Winter als Bodybuilder aus dem Fitnessstudio kommt. Vor allem geht es um Maximalkraft und Stabilisation, nicht darum, den Bizeps aufzupumpen. Darüber hinaus gibt es ja in den meisten Studios auch abwechslungsreiche Kurse wie Zumba oder Crossfit.

 

4. Langlauf, Skitouren und Skiroller

Wer es drinnen langweilig findet und genug Schnee vor der Haustür hat, der sollte die Skier anschnallen und loslegen. Mit der Arm- und Beinbewegung fordert man den Oberkörper und trainiert gleichzeitig die Ausdauer – der perfekte Ersatzsport für den Winter! Und Spaß macht die Sache auch noch. Wer nicht genug Schnee zur Verfügung hat, der sollte mal im Sportgeschäft nach Skirollern fragen – quasi Langlaufskaten ohne Skier. Auch eine coole Sache!

 

5. Schwimmen

Ja, ich gebe zu: Ich kann zwar halbwegs kraulen, aber ich gehe jedesmal beinahe unter, wenn ich Schwimmen gehe. Macht aber nix, schließlich macht es ja doch irgendwie Spaß und sinnvoll ist es auch als Alternativsport. Beim Schwimmen werden viele Muskeln gefordert und gerade Radfahrer werden schnell die Arme und den Oberkörper spüren. Ein großes Pro beim Schwimmen: Die Gelenke werden kaum belastet. Ein toller Sport für alle, die beim Laufen schnell mit den Knien Probleme bekommen.

 

6. Squash

Nicht ganz so gelenkschonend, aber richtig spaßig und anstrengend ist Squash, mit Schlägern schleuderst Du einen Ball gegen die Wand mit dem Ziel, dass Dein Mitspieler ihn nicht mehr erreicht, bevor der Ball den Boden berührt. Schnell beschleunigen, plötzlich abstoppen, quasi keine Pause – beim Squash kannst Du Dich mal richtig auspowern und auch hier gibt’s den Muskelkater gratis dazu 😛

 

7. Tanzen

Ja klar, klassisches Standard- und Lateintanzen sind schon auch anstrengend. Aber was ich meine ist Breakdance, Rock’n’Roll oder auch Capoeira und Zumba. Ihr glaubt, das ist alles nur was für kleine Mädchen? Dann probiert’s mal aus – als ehemalige Rock’n’Rollerin kann ich Euch sagen: Intervalltraining ist auch nicht viel härter als einen schnellen Beat durchzutanzen! Ich wünsche schon einmal fröhliches Schwitzen! 🙂

 


Auf welchen Alternativsport schwörst Du, wenn’s mal nicht das Rennrad sein darf? Wenn Du noch mehr Ideen hast, freu ich mich auf Deinen Kommentar unter dem Beitrag!


Gerade dabei, mit dem Rennradfahren anzufangen? Dann habe ich hier 5 Dinge, die Du als Rennrad Einsteiger unbedingt wissen solltest! 🙂

Carolyn Ott-Friesl

Nicht viel, nicht schnell - aber mit Leidenschaft. So betreibe ich Radsport seit mehr als zehn Jahren. Mehr über mich...

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