Tipps f├╝r Anf├Ąnger: Diese 5 Dinge solltest Du wissen, bevor Du mit dem Rennradfahren anf├Ąngst

Du hast Dir vorgenommen, Deinen „Mehr-Sport-Vorsatz“ mithilfe eines Rennrads umzusetzen und endlich einzusteigen in diesen wundersch├Ânen Sport?┬á Eine echt gute Idee, tu es! Aber ich bin mir sicher, Du wei├čt noch nicht, worauf Du Dich da einl├Ąsst. Denn glaub mir, Dein Leben als Rennrad-Einsteiger wird nie mehr so sein wie vorher und Du wirst viel lernen. Das ganze Ausma├č ist Dir sicherlich noch nicht bewusst, deshalb will ich Dich hier ganz schonend vorbereiten. Sag‘ sp├Ąter nicht, ich h├Ątte Dich nicht gewarnt!

 

1. Gew├Âhn‘ Dich an ein Dasein als rasiertes Streifenh├Ârnchen

Tja, Du denkst in Bezug auf k├Ârperliche Ver├Ąnderungen vielleicht zun├Ąchst an die wohlgeformten Waden, die Dir die neuen Radfahrermuskeln bescheren werden. Auf dem Weg zu sch├Ânen Waden passiert aber zun├Ąchst was Anderes, n├Ąmlich auf Deinen Oberschenkeln. Zwei, drei Touren mit kurzer Hose in der Fr├╝hjahrssonne und zack! Schon bist Du zum Streifenh├Ârnchen mutiert.

Versuch‘ erst gar nicht, durch Verschieben des Beinabschlusses bei jeder Tour die Streifen wieder wegzubekommen, sonst siehst Du bald aus wie eine gro├če Ringelsocke. Deshalb konzentrier‘ Dich auf den Hauptstreifen und leg‘ den Beinabschluss immer an derselben Stelle an.

Akzeptiere Deine Streifen als neuen Teil von Dir – Du bekommst sie eh nicht mehr weg. Irgendwann kommt der Punkt, an dem Du stolz bist auf Deine Streifen. Und irgendwann traust Du Dich auch wieder in’s Schwimmbad. Ehrlich!

├ťbrigens, egal, wie sehr Du es am Anfang abstreitest: Jeder Rennradfahrer rasiert sich seine Beine – und wenn es nur mal zum Ausprobieren ist. Danach wird ausgiebig vor dem Spiegel posiert und die freigelegten Muskeln werden auf erzieltes Wachstum und Sch├Ânheit ├╝berpr├╝ft. Eitel wird man n├Ąmlich auch noch als Rennradfahrer. ­čśë

 

2. Autofahrer werden Deine neuen besten Feinde – und Du wirst zum besseren Autofahrer

Nein, ich m├Âchte an dieser Stelle wirklich nicht den Graben zwischen Auto- und Radfahrern tiefer schaufeln, als er ohnehin schon ist. Aber es ist nun einmal so: Als Radfahrer verstehst Du, wie gef├Ąhrlich so ein Auto sein kann. So ganz ohne Knautschzone ist das Nehmen der Vorfahrt eben doch nochmal einen Tacken gef├Ąhrlicher und der lebensrettende Wert eines Autofahrer-Schulterblicks beim Rechtsabbiegen wird sich Dir innerhalb der ersten Tage erschlie├čen. Sei also vorsichtig im Stra├čenverkehr, vor allem, wenn Du noch nicht sicher bist auf Deinem neuen Rennrad!

Die gute Nachricht: Du wirst durch diesen neuen Blickwinkel ein viel besserer und aufmerksamerer Autofahrer werden – weil Du jetzt wei├čt, wie sehr wir als Radfahrer auf das Wohlwollen und die Aufmerksamkeit von Autofahrern angewiesen sind.

 

 

3. Vergiss Facebook oder Twitter und installier‘ schon einmal Strava

Du denkst beim Thema „Soziales Netzwerk“ immer noch zuerst an Facebook, Twitter oder Instagram? Ha, Anf├Ąnger! Du wirst Deine nichtgeradelte Zeit ab sofort mit der App Strava verbringen. Damit kannst Du n├Ąmlich nicht nur Deine Touren aufzeichnen, sondern Du kannst Dir genau ansehen, wer an Deinem Hausberg wie viele Sekunden schneller war als Du. Du kannst akribisch planen, bei welchem Segment in Deiner N├Ąhe Du die Chance hast, den Titel als KOM (King of the Mountain) oder QOM (Queen of the Mountain) abzustauben – wer braucht schon den ├ľtzi als Saisonziel, wenn Du stattdessen Deinen Nachbarn schlagen kannst?

Au├čerdem kannst Du alle f├╝nf Minuten checken, wer Dir ein „Daumen hoch!“ bzw. ein Kudo f├╝r Deine letzten Touren gegeben hat. Nicht zuletzt ist „Strava Art“ eine lustige Freizeitbesch├Ąftigung. Einige Radcomputer sagen Dir ├╝brigens die Segmente sogar in Echtzeit w├Ąhrend der Fahrt an! (Radcomputer mit Strava-Synchronisierung gibt’s z.B. von Garmin oder Wahoo)*

Facebook und Twitter kannst Du aber, falls noch Zeit ├╝brig ist, trotzdem nebenher mitlaufen lassen – da gibt’s Menschen, die genauso verr├╝ckt sind wie Du und die Dich sicherlich durch jedes Motivationsloch schleppen! #twitterbiketreff

Strava Giraffe Stephen Lund

Langeweile? Versuch’s doch mal mit Strava Art!

4. Klickpedale sind am Anfang fies – aber Du wirst sie zu sch├Ątzen lernen

Du f├Ąhrst auf Deinem Rennrad auf die Ampel zu, bremst – und f├Ąllst ganz langsam um wie ein nasser Kartoffelsack, ohne etwas daran ├Ąndern zu k├Ânnen. Vor allen anderen Autofahrern und Fu├čg├Ąngern, die an der Ampel warten. Das ist nicht nur peinlich und ├Ąrgerlich, sondern ein paar blaue Flecken springen dabei auch noch raus. Alles nur, weil Du vergessen hast, dass Deine F├╝├če jetzt mit Klickpedalen an den Kurbeln „festgeschnallt“ sind.

Aber mach Dir keine Gedanken: Das geh├Ârt dazu und ist nahezu jedem Rennrad-Anf├Ąnger schon passiert. Und es wird garantiert besser! Ein bisschen Ausklicken ├╝ben auf einer wenig befahrenen Stra├če und nach einiger Zeit wirst Du ausklicken, als ob Du im Leben noch nie etwas anderes gemacht hast. Sp├Ątestens bei der ersten Regenfahrt bist Du froh, dass die Schuhe nicht vom Pedal rutschen und auch der erste Alpenpass wird mit Dr├╝cken und Ziehen gleich ein bisschen weniger dramatisch.

 

5. Du solltest die Radfahrer-Geheimcodes lernen. Schnell.

Denk‘ an diesen Tipp, wenn Du zum ersten Mal mit einem erfahreneren Kumpel oder einer Radgruppe f├Ąhrst: Hinterfrage jeden Satz, nein besser jedes Wort und glaube ihnen nichts. NICHTS!

Wenn Dir jemand vor einer Radtour sagt: „Wir fahren ganz gem├╝tlich“, hei├čt das alles, aber ganz sicher nicht „ganz gem├╝tlich“ – das wird die heftigste Tour Deines Lebens. Absolutes Misstrauen ist au├čerdem angebracht bei den Worten „flach“, „kurz“ oder „untrainiert“.

Einfach auf’s Bild klicken, um es auf Facebook direkt teilen zu k├Ânnen!


 

Welchen Tipp w├╝rdest Du Rennrad-Einsteigern noch auf den Weg geben? Verrate es mir in den Kommentaren! ­čÖé

 

Carolyn Ott-Friesl

Nicht viel, nicht schnell - aber mit Leidenschaft. So betreibe ich Radsport seit mehr als zehn Jahren. Mehr ├╝ber mich...

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12 Antworten

  1. Hmmm, da fallen mir doch spontan noch folgende Punkte ein:

    6. Nimm IMMER etwas zu essen und ausreichend Fl├╝ssigkeit mit. Besonders am Anfang untersch├Ątzt man den Bedarf und der Hammer f├Ąllt schneller, als einem lieb sein kann.

    7. ├ťbe das schnelle Einklicken an der Ampel. Oder besser noch: den eingeklickten Trackstand.

    8. Fahre auch als Anf├Ąnger mal im Wind und lass‘ nicht immer die anderen die Arbeit machen.

    9. Sage Bescheid, wenn das Tempo zu hoch ist. St├Ąndig L├Âcher zu zu fahren kostet zu viele K├Ârner.

    10. Gegenwind kennt keine Mode. Wurstpellenmodus on. Lerne Deine Bib zu lieben. Die Baggys sind cooler, bleiben aber dem Crosser vorbehalten.

  2. Haha excellent! Habe herzhaft gelacht!

  3. Micha sagt:

    Hach herrlich, auch wenn ich kein Rennradler bin, vieles passt auch zu der Gattung mit den groben Stollen ­čśë

  4. J├Ârn sagt:

    Ciclista!
    Oh, mann, jetzt krieg ich echt wackelige Knie! Bin ich gar kein echter Rennradfahrer?
    Die Formkanten auf meinen Oberschenkeln lassen bei mir immer ganz sch├Ân auf sich warten und manchmal kann ich sie auch im August nur erahnen.
    Meine Beine sind wuschelig und struppig und werden das wohl auch bleiben.
    Ich habe weder Facebook, noch Twitter und schon gar kein Strava-Dings, sondern betrachte meine Trainings, Rennen und Touren lokal auf meinem Desktop-Rechner.
    Aber eventuell reicht es, da├č ich fr├╝her schon mal mit Klickies auf die Nase gefallen bin (unter Radkurieren war das nat├╝rlich noch peinlicher), da├č ich ├╝berlege mir einen Metalldorn an den linken Fahrradhandschuh zu basteln mit dem ich den knapp ├╝berholenden Autofahrern einen Merker mitgeben k├Ânnte und da├č es Trainings gibt, bei denen ich an der trefflich beschriebenen Konversation lieber gar nicht teilnehme, weil ich noch nicht mal wei├č, wie ich mich heute selber f├╝hle.
    Artikel dieser Art gibt es zu Hauf. Und jeden lese ich immer wieder gerne, weil es so sch├Ân ist, die eigene Welt durch die Augen der anderen gezeigt zu bekommen.
    Gru├č von J├Ârn

    • Carolyn sagt:

      Mensch J├Ârn,

      ich sch├Ątze, ich sollte mal „Wie Du ein RICHTIGER Rennradfahrer wirst“ Seminare anbieten, extra f├╝r Dich ­čÖé

      Nat├╝rlich nur Spa├č, ich hab‘ einfach (zu) viel Zeit im V├Âlkchen dieser ganz speziellen Rennfahrer verbracht, und bin/war teilweise selber so eine. Was nicht hei├čt, dass es auch ganz anders geht oder dass irgendeine Aus├╝bungsart die Richtige oder Bessere ist. Weiter viel Spa├č beim struppigen Radeln ohne Strava w├╝nsch ich Dir!

      PS: Meine Formkanten (haha, Form) gehen sogar im Winter nicht mehr weg ­čÖü

  5. Klaus F. sagt:

    nichts Essentielles, der Artikel ist einfach nur Gelaber.
    Auf diesem Niveau gibt es keine 5 Fakten sondern 100 die ein Anf├Ąnger wissen sollte.

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