Insta360 Action-Cams beim Radfahren im Test: Alleine Videos aufnehmen

Die Insta360-Kameras haben mein Content-Leben beim Radfahren so viel einfacher gemacht und mir ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Bis vorletztes Jahr bin ich einfach mit Handy losgefahren und wenn ich ganz motiviert war, hatte ich auch noch einen Tripod dafür dabei. Damit kann man okaye Videos machen – so manches ist damit aber nicht realisierbar.

Inzwischen sind eine Insta360 X3* (selbstgekauft) und eine Insta360 GO 3S* (im Rahmen einer Kooperation mit dem Hersteller erhalten) in meinem Kamera-Portfolio und damit macht Videos aufnehmen beim Radfahren schon einfach richtig Spaß.

Insta 360 - Action Cams X3 und GO 3S zum Radfahren

Leider mangelt es mir an verfügbaren Models – deswegen tut es mir so leid wie möglich, dass ich ständig mich selbst beim Radfahren filmen muss. Aber genau das machen mir die Insta360-Cams richtig einfach.

Ich werde Euch zeigen, wann ich welche Kamera beim Radfahren benutze, welche Erfahrungen ich damit gemacht habe, wo welche Kamera ihre Stärken und Schwächen hat und was ich so an Zubehör benutze, um Content zu erstellen.


Insta360 X3: 360°-Videos beim Radfahren aufnehmen

Die Insta360 X3 habe ich mir Ende 2023 gekauft und liebe sie seitdem sehr. Das Coole an 360-Grad ist: Die Kamera nimmt erstmal alles rundherum auf – und ich kann später entscheiden, welchen Ausschnitt ich für meine Videos nutze bzw. kann ich sogar mehrere unterschiedliche Videos aus einer 360-Grad-Aufnahme machen. Ich kann zudem auch im Bild hin- und herschwenken, sodass es so aussehen kann, als hätte ein Kameramensch mich mit der Kamera verfolgt. Mit dem unsichtbaren Selfie-Stick kann es auch ein bisschen so aussehen, als hätte ich mit einer Drohne gefilmt.

Die technischen Daten und Features der Insta360 X3

  • 72 Megapixel 360°-FOTOS
  • 360°-Aufnahme & Reframing
  • 4K-Einzelobjektiv-Modus
  • FlowState-Stabilisierung und 360°-Horizontsperre
  • Unsichtbarer Selfie-Stick
  • wasserdicht
  • 200 Gramm
  • Autofokus
  • Optischer & digitaler Zoom

Was ich mit der Insta360 X3 mache

  • Mitzieher – ich fahre also an der Kamera vorbei und lasse sie mich „verfolgen“
  • Am Lenker kann ich zwischen POV-Ansicht und Fahrer-Ansicht wechseln
  • Mit dem unsichtbaren Selfiestick kann ich beinahe drohnenähnliche Aufnahmen machen.

Was ich an der Insta360 X3 mag

  • Die Vielseitigkeit
  • Die Freiheit, mir einfach im Nachhinein erst so richtig überlegen zu müssen, was ich mit dem Videomaterial mache

Minuspunkte bei der Insta360 X3

  • Das Ärgerlichste: die Linsen gehen leicht kaputt und sind nicht austauschbar. Das heißt: Wenn die Linsen hinüber sind, kann man die komplette Kamera in den Elektroschrott geben. Bei den Nachfolgemodellen X4 und X5 sind die Linsen allerdings austauschbar.
  • Das Stitching ist manchmal nicht so gut – man sieht also den Übergang von vorderer zu hinterer Linse
  • Etwas wuchtig und nimmt viel Platz in der Trikottasche weg (da bin ich aber verwöhnt von der GO 3S, siehe unten)

Würde ich mir die Insta360 X3 wieder kaufen?

Zum jetzigen Stand nicht. Ich würde mir jetzt die Insta360 X4 oder die X5 kaufen. Einfach, weil die Linsen austauschbar sind und die Kamera nicht nach einem doofen Fall schon ein Totalschaden sein kann. Glücklicherweise hatte ich bisher immer Schutzlinsen extra gekauft, die meine bisherigen Umfaller abgefangen haben. Der ein oder andere Kratzer ist dadurch aber bereits auf der Linse.


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Insta360 GO 3S: Mini-Action-Cam ganz groß

Auch, wenn die Firma Insta360 heißt, macht sie nicht nur 360-Grad-Kameras. Die Insta360 GO 3S beispielsweise ist eine Action-Cam, die Weitwinkelaufnahmen in 4K machen kann. Das Besondere an ihr: Sie ist SO klein und wiegt gerade einmal süße 39 Gramm.

Ich bin ehrlich: Ich hätte sie mir vorher nicht gekauft, wenn sie mir nicht zur Verfügung gestellt worden wäre. Aber nur, weil ich nicht gedacht hätte, wie viel Spaß so eine Mini-Cam machen kann. Inzwischen ist das meine Go-To-Option, wenns schnell gehen muss oder wenn ich keinen Aufwand betreiben möchte. Ich hab sie sogar schon ans Kind drangeschnallt für lustige Videos. Die GO 3S ist einfach SO klein und praktisch.

Prinzipiell könnte ich mit der X3 auch vieles machen, was ich mit der GO 3S mache. Aber die X3 ist einfach um einiges größer und schwerer, für POV bräuchte ich direkt noch einen extra Brustgurt, für Aufnahmen vom Straßenrand ein extra Stativ…

Insta GO 3S am Fahrradlenker

Die technischen Daten und Features der Insta360 GO 3S

  • Kamera nur 39 Gramm
  • 4K Aufnahme
  • Action Pod mit 2,2″ Flip-Touchscreen, Live-Vorschau
  • Akku-Laufzeit mit Action-Pod: 140 Minuten
  • Flowstate-Stabilisierung
  • Dank Magnet fast überall zu befestigen
  • Wasserdicht (Kamera) bzw. spritzwassergeschützt (Action Pod)
  • Einfache Aufnahme per Tastendruck, Gesten- oder Sprachsteuerung
  • Optischer Zoom

Was mache ich mit der Insta360 GO 3S?

  • POV-Aufnahmen am Lenker
  • POV-Aufnahmen am Körper mit der Magnet-Halskette (Achtung, nicht benutzen, wenn Du einen Herzschrittmacher hast!)
  • Aufnahmen mit Stativ
  • Aufnahmen mit Magnet-Befestigung – z. B. an Verkehrsschildern, Leitplanken oder Zäunen
  • Vlogs dank des Action-Pods mit klappbarem Screen – hochgeladen hab ich davon aber noch nix wegen zu wenig Selbstbewusstsein 😛

Was ich an der Insta360 GO 3S mag

  • Sie lässt sich magnetisch fast überall befestigen. Und das ist einfach megapraktisch. Ich klonke sie an Verkehrsschilder, Leitplanken, Zäune, mich selbst – und brauche kein Stativ oder extra Brustgurt.
  • Sie ist einfach so klein und das macht die Schwelle, sie zu benutzen, sehr niedrig. Sogar wenn ich eigentlich nicht wirklich vorhabe zu filmen, nehm ich sie einfach mal auf Verdacht mit. Nimmt ja keinen Platz weg, wiegt wenig und ich brauche an Zubehör fast nur eine Lenkerhalterung. Auch superpraktisch für Touren und Events mit Höhenmetern – das geringe Gewicht merke ich nicht bergauf.
  • Die Bildqualität find ich wunderbar.
  • Den Action-Pod, mit dem ich einfach Akku nachladen kann, wenn ich es brauche (brauchte ich fast noch nie – Akkulaufzeit ist nämlich auch vöööllig ausreichend für meine Zwecke.)
Insta360 GO 3S - magnetisch befestigen
Insta360 GO 3S - Selfiestick und Action-Pod
Insta360 GO 3S am Tripod - Stativ

Nachteile bei der Insta360 GO 3S

  • Das Gute ist auch das Schlechte an der GO 3S: Die Magnetbefestigung mit der Halskette hält wunderbar – wenn man nicht selbst unachtsam wird. Wenn ich beispielsweise einen Riegel esse und meinen Arm nach oben bewege, ist es mir schon ein paar Mal passiert, dass ich die Kamera vom Magneten wische. Glücklicherweise habe ich die Cam bisher immer wieder gefunden, sie ist in keine Gullideckel gerutscht und funktioniert immer noch top – aber ein paar Kratzer hat sie nun und es geht einfach so schnell.

    Meine Strategie: Ich mach die Cam wirklich nur noch an mein Trikot, wenn ich akut Videos machen will – ich lasse sie nicht die ganze Fahrt dran, sonst hab ich das nach 5 Minuten vergessen und dann wird es gefährlich.

Würde ich mir die Insta360 GO 3S kaufen?

Mit heutigem Wissen: Ja! Einfach so praktisch, diese kleine Kamera.


Praktisches Zubehör zum Filmen beim Radfahren mit Insta360

Ihr merkt, ich mache jetzt keine völlig verrückten Dinge mit meinen Insta360-Kameras. Für wilde Transitions oder künstlerische Aufnahmen gibt es sicherlich noch ganz andere Creator. Aber für meine Einsatzzwecke hat sich ein bisschen Zubehör bewährt:

  • Kleiner Tripod mit flexiblen Beinen*
    Dieses Ding kann ich einfach überall hinstellen oder dranmachen – auch in eine Felswand neben der Straße oder an eine Straßenlaterne. Damit kann ich nicht nur meine Insta360-Cams hinstellen, mit einem Smartphone-Adapter und Selbstauslöser kann ich zur Not auch mein Handy einspannen für Fotos oder Videos.
  • Stativ / Selfie-Stick
    Ich nutze das Stativ / den Selfie-Stick von Insta360* mit bis zu 1 Meter Länge. Der ist nicht der leichteste, aber ist für meine Zwecke ausreichend. Er ist auch in vielen Bundles mit dabei. Manko: Die kleinen Stativfüßchen bieten nur mittelgute Sicherheit. Zwei Mal ist mir die X3 mit dem Stativ schon umgefallen, weil der Wind sie umgeblasen hat. Also wirklich drauf achten, dass das Stativ einen richtig guten Stand hat.
  • Lenkerhalterung
    Ich habe mir auf Amazon eine Lenkerhalterung, ähnlich wie diese hier*, bestellt – die nutze ich für Insta360 X3 und Insta360 GO 3S. Einfach, aber macht genau das, was ich möchte. Schau da aber unbedingt auf den Lenkerdurchmesser und mach Rahmenschutzfolie oder einen Gummi drunter, damit es keine Kratzer auf dem Lenker gibt.
  • Magnet-Halskette
    Die Magnet-Halskette*, die beim Bundle von der GO 3S dabei ist, finde ich superpraktisch. POVs aufnehmen ist damit so einfach und die Halterung hält auch auf ruppigen Abfahrten richtig fest. Manko, wie oben beschrieben: Aus Unachtsamkeit hat man die Kamera leider auch schnell vom Magneten weggewischt.


Insta360 Videos bearbeiten

Die Videos, die man mit den Insta360-Kameras aufgenommen hat, will man ja im besten Fall danach auch für irgendwas verwenden. Daher muss man sie bearbeiten. Der große Pluspunkt: Das geht direkt am Smartphone. Ein Minuspunkt: Der Editor ist so semigut.

In der Insta360-App für das Smartphone gibt es einen Video-Editor, der leider nicht so richtig intuitiv ist und der denke ich wirklich noch besser gestaltet werden könnte. Für meine bescheidenen Einsatzzwecke (schneiden, Ausschnitt aussuchen, zoomen…) komm ich gut damit zurecht. Wenn ich mal fancy Funktionen haben möchte, wie z.B. Strava-Stats connecten, dann muss ich wirklich immer erst einige Minuten googlen, bis ich die gewünschte Funktion überhaupt finde.

Die 360-Grad-Aufnahmen von der X3 bearbeite ich auch hin und wieder mit dem Desktop-PC – das funktioniert auch in Ordnung.

Vorteilscode für den Insta360-Onlineshop

Wenn Du beim Radfahren (oder bei einem anderen Einsatzzweck) auch mit einer Insta360-Kamera loslegen möchtest, habe ich noch einen Vorteilscode für Dich.

Mit dem Code INR7AQ5* bekommst Du zu vielen Action-Cams gratis Zubehör im Insta360-Onlineshop.

Ansonsten gibt’s die Cams natürlich auch auf Amazon.

Carolyn Ott-Friesl

Seit fast 20 Jahren auf dem Rennrad unterwegs - nicht viel, nicht schnell, aber mit Leidenschaft. Trainerin, Selberfahrerin, Radsportbuch-Autorin. Seit 2014 Bloggerin auf Ciclista.net
Mehr über mich .:. Mein Buch "Unnützes Wissen über Radsport" .:. Ausrüstung & Partnerlinks

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