3. Etappe Zillertal Bike Challenge 2016 – Grande Finale am Tuxer Fernerhaus

Zillertal Bike Challenge Hintertuxer Gletscher

Der Tag beginnt so mittelgut. Die Nacht viel zu kurz wegen des deutsch-italienischen Elfmeterschießens, meine Allergie schlägt beim Aufwachen voll zu und beim Frühstück bin ich auch zu spät. Das absolute Highlight kommt aber erst, als ich mein Bike ins Auto schlichte: aus unerfindlichen Gründen schraube ich beim Vorderradausbau so … Mehr lesen…

Radeln dahoam – Mit dem Rennrad im Passauer Land

rennrad-passau

Manchmal ist Radfahren eine ziemlich emotionale Angelegenheit. Das kann ein besonderer Wettkampf sein oder das Training dazu. Die erste Fahrt nach langer Zeit, das erste Mal mit neuem Material oder ganz besonderer Begleitung. Oder man radelt dort, wo jeder einzelne Straßenmeter Erinnerung ist und jede Hügelkette am Horizont vertraut. Nämlich … Mehr lesen…

11 Gründe, warum Du unbedingt ein Cyclocross-Rennen sehen solltest

warum-du-unbedingt-ein-cyclocross-rennen-erleben-solltest

Eine Meute dreckbesprenkelter Radfahrer schießt heran. Schlamm spritzt hoch. Die Fahrer schultern ihr Rad, hüpfen über ein Holz-Hindernis, springen im vollen Lauf wieder rauf auf das Sportgerät. Was bleibt, ist Matsch, den knöcheltief zu nennen eine maßlose Untertreibung wäre. Von was ich hier spreche? Vom vielleicht spannendsten Sport der Welt: … Mehr lesen…

„Tour de Cuisine“ – Marketing, Rezepte und schöne Bilder

tour-de-cuisine-lieblingsrezepte-der-besten-radprofis

Wie bekommt man den Link zwischen Dunstabzug und Radsport hin? Ganz klar, über das Kochen. Schließlich spielt Ernährung im Leistungssport eine große Rolle. Wenig überraschend also, dass der Dunstabzughersteller Bora letztes Jahr mit „Tour de Cuisine“ (Auf Amazon kaufen*) ein Kochbuch wählte, um seinen Einstand als Hauptsponsor im Profiradsport zu … Mehr lesen…

7 Triathlon-Filme kostenlos und in voller Länge

triathlon-filme-in-voller-laenge

Es gibt zahlreiche Triathlon-Filme auf Youtube, Vimeo und anderen Videoportalen – viele davon sind Rennberichte oder kurze Beiträge aus Sportsendungen. Ich habe mal versucht, interessante Filme und Dokumentationen auf Youtube zu finden, mit denen Ihr Euch motivieren, informieren oder einfach einen spannenden Filmabend verbringen könnt. Viele Triathlon-Filme beschreiben, wie Triathleten … Mehr lesen…

24-Stunden-Rennen Kelheim – der Rennbericht

dsc_9117

Die letzten Tage und Stunden waren hektisch. Hab ich alles dabei? Mama nochmal anrufen? Schaltung nochmal einstellen? Seltsamerweise bin ich jetzt am Start des 24-Stunden-Rennens Kelheim ganz ruhig. Kurz zuvor rauschte ein kurzer Schauer vom Himmel, die Straße ist nass und dampft beinahe. Der beste Mann der Welt, der für … Mehr lesen…

#dankhelm: Warum die Aufklärung in die falsche Richtung geht

dankhelm

Wir nutzen die wunderbare Abendsonne für eine kleine Runde auf unseren Rennrädern. Die Laufräder surren. Es geht leicht bergab, im Windschatten des besten Mannes der Welt rolle ich dahin. Wir haben, wie man so schön sagt, Sonne in den Speichen. Hinter mir höre ich ein lautes Motorengeräusch, hinter uns ist … Mehr lesen…

7 Radsportfilme in voller Länge auf Youtube

radsport-auf-youtube

Youtube ist eine schier unerschöpfliche Quelle für Filme und Filmchen aller Art. Erfreulicherweise gibt es immer mehr Filme in voller Länge auf dem Portal. Das gilt auch für radsportbezogene Dokus und Spielfilme. Ich zeige Euch eine kleine Auswahl an Radsportfilmen, die in voller Länge auf Youtube verfügbar sind, chronologisch sortiert. … Mehr lesen…

Was trägt man unter der Radhose? Von Sitzpolstern, Philosophie und Freiheit

Radhose

Diese Frage gehört zum Rennradfahren wie das „Sein oder nicht sein“ zu Hamlet. Wir alle mussten sie sicherlich schon einmal beantworten oder haben sie uns vielleicht sogar selbst anfangs gestellt. Was trägt man eigentlich unter einer Radhose? Das ist doch ganz klar, schnaubt der erfahrene Rennradler. Was für eine Frage! … Mehr lesen…

Leif Lampater: „Olympische Spiele ohne Medaille bringen Dich sportlich nicht weiter“

Leif Lampater Bruckmühl Radsportnacht

Leif Lampater vom Team rad-net Rose  ist seit Jahren eine feste Größe im deutschen Bahnradsport. Es gibt kaum ein Sechstagerennen, bei dem er nicht zum Favoritenkreis zählt, die Liste seiner Erfolge bei Sixdays, nationalen Meisterschaften und Weltcups ist lang. Nach seiner Teilnahme in Athen 2004 wollte er auch bei den … Mehr lesen…

Läuft bei Chris Froome – Memes & Cartoons vom Mont Ventoux

run-froomey-run

Diese Bilder gingen quasi vom TV-Bildschirm direkt in die Tourgeschichte ein: Chris Froome läuft im gelben Trikot ganz ohne Fahrrad den Mont Ventoux hinauf. Welch ein Anblick! Ganz abgesehen davon, dass der gebürtige Kenianer (wie passend) beeindruckend gut und schnell in Radschuhen laufen kann, hat er damit gleich mal eine … Mehr lesen…

Die Tour de France und ich

maico-amorim

Immer im Juli fühle mich ein bisschen zurückversetzt in meine Kindheit: Noch bis Ende des Monats können wir beinahe jeden Nachmittag im TV einen Haufen bunter Radfahrer über einige Stunden bei Ihrer Tour durch Frankreich begleiten. Die Tour de France ist das Sehnsuchtsziel aller Radrennfahrer und vieler Radsportfans. Sie ist … Mehr lesen…

2. Etappe Zillertal Bike Challenge 2016 – Von Singletrails und anderen Abenteuern

Ein Ausblick vom Feinsten auf dem Weg zur Kreuzwiesenalm!

Ohje ohje, die Beinchen noch sauer vom Vortag und schon geht es heute weiter mit der Schinderei. Wenigstens steht mit 33 Kilometern und knapp 700 Höhenmetern die nominell leichteste Etappe der Zillertal Bike Challenge für uns Lords und Ladies an. Nur der Singletrail am Ende macht mir Fahrtechnik-Niete etwas Sorgen… … Mehr lesen…

1. Etappe Zillertal Bike Challenge 2016 – Wir brutzeln uns nach oben

caro-in-der-gondel

Hohe Berge rundherum,  Sponsoren haben ihre Stände aufgebaut, das Wetter spielt mit: Die Mountainbike-Szene trifft sich im Zillertal zur Bike Challenge. In der Festhalle Fügen stehen während der Pasta-Party am Vorabend der ersten Etappe große Nudelportionen auf allen Biergarnituren, davor sitzen halbe Hemden fitte Menschen in beeindruckenden Finishertrikots mit ausdefinierten … Mehr lesen…

„Pedal the world“ – (Welt-)Radreise auf Pfälzisch

Der letzte Beitrag hier auf Ciclista hieß: „Von einer, die gerne Mountainbikerin wäre“. Jetzt gerade im Moment könnte ich die Überschrift gleich nochmal so ähnlich recyceln, mit einer kleinen Änderung. Jetzt gerade bin ich eine, die gerne Weltreisende wäre. Dass dieses Gefühl gerade ganz akut ist und mich gedanklich schon die Fahrradtaschen packen lässt, daran ist Felix schuld, den ich gerade im Kinosessel um die Welt begleitete.

 

 

Felix Starck hat eine einjährige Reise mit dem Fahrrad gemacht und viele Höhen und Tiefen im sympathisch unperfekten Film „Pedal the world“ festgehalten. Der Film spiegelt nach meinem Empfinden die Entwicklung wieder, die die Reise und Felix selbst in dem einen Jahr durchgemacht haben. Am Anfang noch etwas hölzern der pfälzische Erzählton, die Bilder verwackelt und ohne erkennbares Konzept, ein kleines bisschen verloren, sogar unsicher, ob man wirklich den Sprung nach ganz weit weg wagen sollte. Doch spätestens, als Felix in Asien angekommen ist, gerät der Film in den Flow – vermutlich so, wie Felix auf diesem Teil seiner Reise. Da wandelt sich der Junge, der anfangs unsicher ist, ob das Abenteuer nicht eine Nummer zu groß für ihn ist, in einen Sunnyboy mit immer wilderen Locken und Bärten, der von Mal zu Mal selbstbewusster von seinen Erlebnissen erzählt und gerade erst begreift, was er da eigentlich erlebt.

Insgesamt ist jedoch leider nicht so viel Landschaft oder jeweils Landestypisches zu sehen. Vielmehr steht deutlich Felix und seine Befindlichkeiten im Vordergrund. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Mich persönlich hat es nicht gestört.

 

Die Route

Von der Pfalz geht es zunächst Richtung Osten. Nachdem Russland wegen Problemen mit dem Visum ausgelassen werden muss, geht es entlang des Donauradwegs durch Osteuropa – anschließend nach Griechenland, in die Türkei und dann mit dem Flugzeug nach Südostasien. Dort geht es durch einsame Landstriche und riesige Metropolen mit sichtlich spannenden Begegnungen und ungewohnten Wetterkapriolen, festgehalten auf tollen Bildern.

Mit dem Flugzeug geht es weiter nach Neuseeland, das wirklich wunderschön sein muss. Von dort fliegen Felix und sein zum Bersten gefüllter Radkarton zunächst an die West- und später an die Ostküste der USA und er erkundet dort Anstiege, Abfahrten und den stetigen Gegenwind. Das letzte Stück der Reise führt von Oslo zurück nach Herxheim – man spürt richtig die Ungeduld, die das langsame Reisen mit sich bringt. Die Lieben zuhause sind so nah und doch noch so viele Kurbelumdrehungen entfernt. Nach genau 365 Tagen, einem Schicksalsschlag und zwei verschlissenen Reisepartnern kommt Felix wieder in der Heimat an.

 

Mein Fazit zu „Pedal the world“

Der Film ist sicherlich keine professionelle Doku – die Bild- und Tonqualität ist nicht die beste. (Wobei wir in diesen Content-Marketing-überfluteten Zeiten natürlich auch ziemlich verwöhnt sind mit wunderschönem, hochgradig gesponserten Videomaterial, das authentisches Storytelling sein will, aber am Ende doch nur Marketing ist. Dagegen kann so eine tatsächlich authentische Reise ohne Filmteam und Drehbuch kaum anstinken). Zudem sind mir so einige Glückskeks-Sprüche im Film ziemlich auf den Keks gegangen. Ganz sicher war die Reise auch keine Rekordjagd, da gibt es sicher viele Radreisende, die mehr Strecke mit dem Rad machen und weniger fliegen, sich aber bei weitem nicht in dem Umfang medial vermarkten. Wie man nach kurzem Googeln herausfinden kann, hat Felix Starck dafür auch viel Kritik einstecken müssen.  Die Kritik ist sicherlich nicht ganz unberechtigt und ich würde eher keine 20 Euro für die „Pedal the world“-DVD* ausgeben. Man merkt, dass Felix sich zu verkaufen weiß und das Filmen und Vermarkten der Reise mit vielen Sponsoren im Rücken von Anfang an geplant war.

Was für mich jedoch zählt, ist das Gefühl, mit dem ich aus dem Film gegangen bin – nämlich jetzt sofort Urlaub beantragen und erstmal raus sein zu wollen. Oder zumindest mit dem Fahrrad eine lange Tagestour zu machen… ohne Strava und auf möglichst unbekannter Route. Ein bisschen Freiheit erleben, ohne zu wissen, was als nächstes passiert und ohne den nächsten Termin schon vor Augen zu haben. Ist es nicht genau dieses Gefühl, wegen dem wir uns aufs Rad setzen? Zumindest bei manchen unserer Touren, die nicht im Trainingsplan stehen, sondern die einfach so „passieren“? Für mich gilt das auf jeden Fall und ich weiß nicht erst seit „Pedal the World“, dass ich irgendwann die Trikottaschen gegen größere Fahrrad-Reisetaschen tauschen werde. Zumindest für eine Weile.

Von einer, die gerne Mountainbikerin wäre

mountainbike-ciclista

Über furchterregende Wurzelstufen hüpfen, über lockeren Schotter einfach dahingleiten und steile Geländeabfahrten entspannt hinunterpreschen – hach, ich könnte es so gerne und weiß doch, dass ich es nie können werde. Ich habe mich bereits durch den Oman gekämpft, versuche regelmäßig mein Glück in den Alpen, aber ich weiß genau: Egal, … Mehr lesen…