TeamprÀsentation der Deutschland Tour in Koblenz: SommermÀrchen am Deutschen Eck

Erinnert Ihr Euch noch an meinen Beitrag ĂŒber die Streckenplanung der Deutschland Tour, in dem Albrecht Röder und Fabian Wegmann davon trĂ€umten, eine TeamprĂ€sentation am Deutschen Eck in Koblenz auf die Beine zu stellen? Nach diesem Auftakt der Deutschland Tour kann man nur sagen: Das hat funktioniert.

Im Dezember wurde hier noch diskutiert, ob die TeamprÀsentation hier möglich ist. Heute wissen wir: Ja, ist sie. Und wie!

Aber zurĂŒck zum Anfang. Als offizielle Tourmakerin darf ich die komplette Deutschland Tour miterleben, ein bisschen hinter die Kulissen schauen und Euch mit auf die Reise nehmen, hier auf dem Blog und auch auf Instagram, Facebook oder Twitter. Seit Wochen habe ich mich drauf gefreut, dass es endlich losgeht.

Angekommen in Koblenz stellt mich die Festung Ehrenbreitstein ĂŒber Koblenz vor die erste Herausforderung, wo zur TeamprĂ€sentation das Pressezentrum und die Permanence, also das organisatorische Zentrum, zu finden sind. Wie kommt man da hoch mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Das Team Lotto-Kernhaus nĂ€chtigt im gleichen Hotel wie ich, fĂ€hrt aber erst viel spĂ€ter hoch, diese Option fĂ€llt also aus. Ein Hotelmensch erzĂ€hlt mir, ich soll einfach die paar Kilometer zum Deutschen Eck laufen und dann mit der Seilbahn hochfahren. Hm, bei knapp 35 Grad jetzt auch nicht so verlockend. Also versuche ich es mal mit dem Bus, steige beim Festungsaufzug aus und erlebe die beruhigende Langsamkeit des SchrĂ€gaufzugs zur Festung. Was ein Trip. Egal – ich bin da, hallo Deutschland Tour!

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Offiziös offiziell. Ich gehör‘ hier zur Orga.

Im Pressezentrum darf ich mich gleich mal nĂŒtzlich machen und die ankommenden Journalisten mit Akkreditierungen versorgen. Dazu laufe ich auch hin und wieder zur Permanence hinĂŒber, in der alle organisatorischen FĂ€den zusammenlaufen. Auf dem Weg dorthin lĂ€uft mir direkt Tom Dumoulin entgegen – nur nicht starren, ist ja nur der Girosieger. In der Permanence ist es wahnsinnig heiß, die Kommunikation lĂ€uft hier auf Französisch, Deutsch und Englisch. Schließlich wird die Deutschland Tour von der französischen Amaury Sport Organisation (ASO) veranstaltet.

 

Und wĂ€hrend ich da so in der Akkreditierungsschlange stehe, bemerke ich, mit wem ich da eigentlich eine Schlange bilde. Vor mir Hanka Kupfernagel, multiple Weltmeisterin  und bei der Deutschland Tour als Regulatorin unterwegs. Hinter mir Erik Zabel, ehemaliger Sprintergott, noch im Raddress von einer Sponsorenausfahrt. Das ist ja eigentlich nicht so meine Art – aber da muss ich dann doch um ein Selfie bitten, so eine Schlange wird mir vermutlich nicht mehr so oft passieren.

Kurz danach ist es endlich soweit, die TeamprĂ€sentation steht an. Der Clou daran: Die Fahrer kommen mit der Gondel ans Deutsche Eck. Oben an der Bergstation herrscht aufgeregtes Treiben aus bunten Radteams und aufgeregten Fans, Menschentrauben bilden sich, wenn Stars wie der Toursieger Geraint Thomas ankommen. Ich schmuggle mich mit dem Team Dimension Data in eine Gondel und bin wie die Profis hingerissen vom Anblick. Die Abendsonne glitzert auf Rhein und Mosel, das große Reiterfigur-Denkmal ragt stolz aus dem Gegenlicht und am Deutschen Eck haben sich richtig viele Menschen eingefunden. Wie toll.

Unten angekommen, hĂŒpft uns direkt Didi Senft, der Tourteufel, entgegen. Klar, ohne den kein ernstzunehmendes Radrennen in Deutschland. Im abgesperrten Bereich wuseln Profis, Organisatoren und Journalisten durcheinander. Wer braucht noch ein Interview? Wo bleibt eigentlich Marcel Kittel? Weiß Geraint Thomas, dass es nachher noch ein Gruppenfoto gibt?

WĂ€hrenddessen wird ein Team nach dem anderen auf der BĂŒhne von den Moderatoren Stefan Schwenke und Marcel Meinert vorgestellt. Man merkt richtig, dass die Fahrer Lust auf diese Tour haben. Romain Bardet kramt sein bestes Schuldeutsch heraus, die Dimension Data Jungs fahren mit einem Dauergrinsen die Rampe zur BĂŒhne hoch. Die Menge geht wunderbar mit, und klar, bei den deutschen Fahrern und den Topstars ist der Jubel besonders groß. Ein richtig stark besetztes Feld ist da am Start: Der Toursieger, der Girosieger, die deutschen Sprinter. Irgendwie passt einfach alles und es fĂŒhlt sich sehr rund an, als ich zurĂŒck in der Gondel noch einmal zurĂŒckschaue auf das Deutsche Eck im Abendlicht.

 

Diese TeamprĂ€sentation könnte wirklich der Auftakt fĂŒr ein wunderbares Radsport-SommermĂ€rchen sein. Ich freue mich sehr auf die nĂ€chsten vier Tage und hoffe, Ihr seid dabei!

 

Foto: Stefan Schwenke

 


 

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