Tipps, mit denen Dein Rennrad-Schlauch lÀnger hÀlt

Wenn man mit dem Radfahren anfĂ€ngt, gibt es einige Tipps und Tricks, die man sich erst durch leidvolle Erfahrung oder im Austausch mit Erfahreneren aneignet. Der richtige Umgang mit den Fahrrad-SchlĂ€uchen und -Reifen gehört auch in diese Kategorie. Es gibt so einige Tricks, mit denen diese Verschleißteile lĂ€nger halten – das lohnt sich, denn immerhin kann man mit einem Satz neuer Rennrad-Reifen auch mal 100 Euro loswerden.

Lieber mehr Druck als zu wenig im Rennrad-Schlauch

Viele, die zum ersten Mal mit Rennrad-SchlĂ€uchen zu tun haben, sind zunĂ€chst Ă€ngstlich, zu viel Druck hineinzugeben. WĂ€hrend beim Autoreifen gerade einmal 2,5 Bar reichen, sollten es beim Rennrad-Schlauch meiner Meinung nach schon um die 7 Bar sein. Profis fahren beim Zeitfahren sogar bis zu 12 Bar, allerdings sind das auch meist Schlauchreifen, die mehr Druck vertragen. In jedem Fall solltest Du vor dem Aufpumpen einen Blick auf die Angaben an den SeitenwĂ€nden Deines Reifens werfen. Dort steht, wie viel Druck er maximal vertrĂ€gt. Auch fĂŒr die Felge gibt es Vorgaben, wie viel Druck mindestens oder maximal im Schlauch sein sollte. Diese Infos findest Du im Datenblatt Deiner LaufrĂ€der. Gerade bei heißem Wetter solltest Du diese Limits aber nicht unbedingt voll austesten.

Wer zu wenig Luft in den Schlauch gibt, der muss einerseits mit einem grĂ¶ĂŸeren Rollwiderstand kĂ€mpfen, andererseits besteht dann auch die Gefahr sogenannter “snake bites”. Das sind Pannen, die passieren, wenn man ĂŒber eine Bordsteinkante o. Ä. fĂ€hrt und der Reifendruck so gering ist, dass die Kante bis auf die Felge durchschlĂ€gt. Das Resultat: der Schlauch ist durch und mit etwas Pech ist die Felge auch beschĂ€digt. Wer mindestens 7 Bar in den Reifen gibt, kann solche DurchschlĂ€ge in der Regel vermeiden. Es gilt: je schwerer der Fahrer, desto mehr Druck sollte in den Reifen. DafĂŒr bringt verringerter Reifendruck mehr Komfort bei unwegsamem GelĂ€nde, bspw. bei Kopfsteinpflaster. Allerdings sollte man auch mit genĂŒgend Druck im Schlauch scharfe Kanten wenn möglich umfahren und sich solche Abenteuer lieber fĂŒr die nĂ€chste MTB-Tour aufheben.

 

RegelmĂ€ĂŸig Steinchen und Scherben aus dem Rennrad-Reifen pulen

Gerade im oder kurz nach dem Winter liegen furchtbar viele Steinchen auf den Straßen, Scherben findet man ja leider ganzjĂ€hrig am Straßenrand und auf Radwegen. Das alles bohrt sich nach und nach in Deinen Reifen, je lĂ€nger, desto tiefer und desto grĂ¶ĂŸer ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann Dein Schlauch dran glauben muss. Damit Deine Rennrad-SchlĂ€uche lĂ€nger halten, hat es sich bewĂ€hrt, mit einem kleinen Schlitz-Schraubenzieher regelmĂ€ĂŸig kleine Steinchen und Scherben aus dem Reifen herauszupulen. Dazu reicht es meistens, den Fremdkörper von einer Seite etwas anzuhebeln, dann springt er schon heraus. Vorsicht, dass das nicht ins Auge geht! Man glaubt gar nicht, wie viele von diesen gemeinen Steinchen sich in so einem Reifen verstecken können.

 

Nach einer Panne die Innenseite des Reifens absuchen

Eigentlich ein sehr einfacher Tipp, aber gerade im Eifer des Gefechts oft vernachlĂ€ssigt: nach einer Panne solltest Du, noch bevor der neue Schlauch auf die Felge gezogen wird, noch einmal die Innenseite des Reifens durchsuchen. Es ist gut möglich, dass der Pannenverursacher, sei es Steinchen, Scherbe, oder – wie auf unserer Tour im Oman oft genug – eine Dorne trotz Schlauchwechsel noch immer im Reifen feststeckt. Klar, da wird der neue Schlauch auch nicht sehr lange halten. Deshalb lieber ein bisschen Zeit nehmen und noch einmal prĂŒfen, ob der Reifen innen sauber ist, damit nicht nach wenigen Kilometern gleich wieder der Defektteufel zuschlĂ€gt.


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